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de 06/2008 zurück
Praxisprobleme Praxisproblem-Datenbank

Problem an einem bestimmten Baustromverteiler

DIN VDE 0100-410:2007-06

Fragestellung

Ich habe kürzlich einen Baustromverteiler nach DIN VDE 0100 Teil 610 geprüft. Dabei fiel mir auf, dass die Berührungsspannung am 30-mA-FI 18V beträgt. Zuerst nahm ich an, dass der Baustromverteiler nur über den Erdungsspieß geerdet ist. Nach genauerer Überprüfung kam heraus, dass die Anlage als TN-System ausgeführt war. Allerdings befanden sich im Schutzleiter zwei parallel geschaltete Widerstände mit jeweils 1,5kOhm. Im Schaltbild des Baustromverteilers waren diese Widerstände eingezeichnet (Bild siehe de 06/2008). Als Begründung war zu lesen: »Selektive Abschaltung durch eingebauten Widerstand im Schutzleiter von 0,75kOhm. Dieser Baustromverteiler enthält

• zehn Schutzkontakt-Steckdosen und zwei 16-A-CEE-Steckdosen über einen FI-Schutzschalter und

• über einen allstromsensitiven Fi-Schutzschalter sind zwei 32-A-CEE-Steckdosen angeschlossen.

Der Hersteller des Baustromverteilers ist eine Firma Neugebauer.

Ich hab bereits in der VDE 0100 Teil 410 nachgesehen und eine solche Ausführung der Schutzmaßnahme nicht gefunden. Letztlich habe ich diese Widerstände abgeklemmt und den Schutzleiter direkt verbunden. Mir erschien die Gefahr zu groß, dass diese Widerstände beim Kurzschluss durchbrennen können und die Schutzmaßnahmen nicht ordnungsgemäß funktionieren. Weiter störte mich, dass ein vor mir messender Elektriker bei diesem Baustromverteiler 1,2V/3,4V Berührungsspannung in der Prüfplakette eingetragen hatte, obwohl dies mit 0,75kOhm rechnerisch nicht möglich ist.

Ist diese Ausführung in irgendeiner Form zulässig?

G. E., Bayern

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