Fundamenterder in weißer Wanne?
Ringerder als alternative Lösung
Im Rahmen der Rubrik Praxisprobleme erreichte uns eine Anfrage im Zusammenhang mit der Errichtung eines Fundamenterders durch die Baufirma. Dies ist ein in der Praxis zuhauf vorkommender Fall, mit dessen Folgen sich die Elektrofachbetriebe auseinanderzusetzen haben.
Der Elektrofachbetrieb von T. M., Bayern, richtete folgende Fragestellung an die Redaktion »de«: »
In einen Bauvorhaben errichtete die Baufirma den Fundamenterder. Schon vor Baubeginn wiesen wir diese Firma auf die DIN 18014 hin und sendeten ihnen sogar eine Infoschrift von elektro+ über den Fundamenterder per E-Mail als PDF-Datei. Laut Plan handelt es sich um eine weiße Wanne. Diese wurde gegenüber der Sauberkeitsschicht mit einer Folie getrennt (Sauberkeitsschicht aus Kies kein Beton). Die Außenwände wurden mit »Styrodur« isoliert und zusätzlich mit einer Noppenfolie versehen. In der Fundamentplatte brachte man den Ringerder im Abstand von 30cm bis ca 3m von der Außenseite entfernt ein. Es existieren keine Verbindungen zur Bewehrung. Außerdem wurde die Anschlussfahne aus dem gleichen Material wie der Ringerder hergestellt. Er kommt einfach und ungekürzt aus der Bodenplatte. In dem mir vorliegenden Abnahmeprotokoll wurde keine Durchgangsmessung eingetragen. Aus meiner Sicht hat der Erder keine Funktion und die DIN 18014 wurde in keinen Punkt eingehalten. Die Baufirma sagt natürlich, das alles korrekt sei. Wie sehen Sie das?«